Jüdische Schicksale vor dem Vergessen bewahren!
In einem Kreuzgewölbekeller in der Münsterstraße 2 in Billerbeck wird Geschichte erfahrbar gemacht. Dieser Ort zeigt das Schicksal jüdischer Familien in Billerbeck, die sich in diesem Haus auch zum Beten zusammenfanden. Tief berührend und nachdenklich stimmend, trägt eine Ausstellung dazu bei, die Erinnerung an unsagbares Leid wachzuhalten, das Menschen erfahren mussten.
Initiert und finanziert von der Wolfgang Suwelack Stiftung, gestalteten Nicole Dick, Joachim Albrecht und Wolfgang Poeblau, im Jahr 2021 einen würdevollen Gedenkraum, der den Opfern über den Tod hinaus eine Stimme gibt. Ein Erinnerungsort, der die Geschichten der Menschen bewahrt, die in Billerbeck lebten und schließlich vertrieben, deportiert oder ermordet wurden.
Persönliche Lebensgeschichten, historische Dokumente, Fotos und Filme veranschaulichen, wie tief die jüdische Gemeinschaft Billerbecks in das gesellschaftliche Gefüge verwurzelt war und wie grausam sie daraus gerissen wurde.
An einer Führung Teilnehmende erleben eine eindrucksvolle, aber auch emotional fordernde Reise durch die Vergangenheit. Der Gewölbekeller wird so zu einem Ort der Mahnung und des Lernens für die Gegenwart und die Zukunft. Hier wird deutlich: Die Erinnerung an das Leid der Opfer ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern eine Verpflichtung, die uns alle angeht.
Text: Mercedes Lanio / 2026
Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit die Ausstellung während der Öffnungszeiten der „Kleiderei“, die sich ebenfalls in dem Haus der Münsterstrasse 2 befindet, zu besichtigen.
Die öffentlichen Führungen im Jahr 2026 können über die Touristik der Stadt Billerbeck oder unter https://www.stadtleben-billerbeck.de gebucht werden.
Individuelle Führungen buchen Sie bitte direkt bei Nicole Dick nd@nick-emotion.de Tel.: 0160 – 8021773